24.03.2023

Präsentiert von:

    Mitgliederversammlung für das Geschäftsjahr 2022

    Nachdem die Jahreshauptversammlung des VfR zweimal Pandemie-bedingt ausgefallen und 2022 ins Dorfgemeinschaftshaus verlegt wurde, traf man sich nun wieder im Wilscher Sportheim an der Masch.
    55 aktive Mitglieder waren anwesend, als der Erste Vorsitzende Peter Genzler die Versammlung eröffnete. Schnell wurde allen klar, dass diese Versammlung eine Zäsur in der 60 jährigen Vereinsgeschichte darstellen soll: Erstmalig fand sich niemand, der die Position des Ersten Vorsitzenden übernehmen wird. Wie in vielen Bereichen der Ehrenamtsarbeit muss auch der VfR feststellen, dass es nicht mehr attraktiv ist, sich verantwortlich zu engagieren. Zu unübersichtlich ist die rechtliche Gemengelage in der operiert wird. Eine Anerkennung erfolgt primär in den Sonntagsreden der politischen Ebene.
    Damit die Hemmschwelle in den Vorstand einzutreten gesenkt wird, hat der amtierende Vorstand den Teilnehmenden eine umfangreiche Satzungsänderung für die nächste Versammlung im März 2024 angekündigt. Dann soll der Vorstand von der aktuellen Struktur mit 1., 2., 3. Vorsitzenden, Geschäftsführer und Kassenwart zu einem Teamvorstand mit bis zu fünf Mitgliedern umgebaut werden. Der neue Vorstand würde aus seinem Kreis einen Sprecher wählen und sich selbst eine Geschäftsordnung geben, nach der die Aufgaben nach persönlichen Neigungen und Fähigkeiten verteilt werden.
    Peter Genzler tritt nach 19 Jahren erfolgreicher Vorstandsarbeit, davon acht Jahre als Erster Vorsitzender, zurück. Angekündigt hatte er dieses schon vor der Corona-Krise, durch die er den Verein noch sicher geführt hat. Er übergibt einen finanziell und sportlich gut aufgestellten Verein. In seiner Zeit diversifizierte sich der "Dorfverein" zu einem attraktiven Sportanbieter in der Mitte der Ortsgemeinschaft, der von Aerobic bis Zumba (auch für Kids) vieles anbietet. Erst in den letzten beiden Jahren kamen Yoga und Triathlon dazu. Neben der klassischen Mitgliedschaft, zu familienfreudlichen Beiträgen, werden für einige Aktivitäten auch 10er-Karten angeboten.
    Nachdem die Kassenprüfer die Entlastung des Vorstandes vorgeschlagen hatten, konnten die weiteren zur Wahl stehenden Posten besetzt werden. Neu in den erweiterten Vorstand aufgerückt ist André Haase, der schon seit 2014 die Tischtennissparte leitet. Nachdem er seine Prüfung zum Techniker erfolgreich bestanden hatte, griff der Verein zu und konnte ihn für den Posten des stellvertretenden Kassenwartes gewinnen. Frei machte die Position Cordula Fuchs, die sich nach 14 Jahren intensiver Hintergrundarbeit mehr Zeit für die Familie gewünscht hat. Ohne sie wäre nicht nur die letzte Revision durch die Bundesknappschaft so positiv verlaufen. In dem von ihr mitverantworteten Personalbereich tut sich für den Verein eine Lücke auf, die vermutlich nicht ohne externe Hilfe geschlossen werden kann. Hier wünscht sich der Verein jemanden, der für ca. 1 Std. in der Woche unterstützt. Interessenten können sich gerne bei Harald Grotjahn melden (info@vfr-Wilsche-neubokel.de).
    Um der immer weiter um sich greifenden Bürokratisierung entgegen zu treten beschloss die Versammlung auch die bestehenden Mitgliedschaftsverträge auf halbjährlichen SEPA Lastschrifteinzug umzustellen. Somit entfällt zukünftig die Überprüfung und Auszahlung eventuell schon im Voraus eingezogener Beiträge. Bei ca. 850 Mitgliedern ist eine erhebliche innerjährliche Fluktuation gegeben.
    Wie es sich für eine Vereinsversammlung gehört wurden auch etliche Mitglieder für ihren ehrenamtlichen Einsatz und treue Mitgliedschaft geehrt.
    Dieter Keier wurde für seine Mitarbeit in der Fußballsparte und den Arbeiten im und am Sportheim zum Ehrenmitglied ernannt.
    Für 5 Jahre Ehrenamtsarbeit: Hartwig Homann bzw. 10 Jahre: Susanne Bruns, beide Fußballsparte. Jan-Hendrik Plumeyer, der vor 20 Jahren die Basketballsparte gegründet hat und ihr heute immer noch vorsteht. 50 Jahre im Verein waren: Ella Heinrichs, Edith und Andreas Könecke, Tuffi Wulf sowie Norbert Ziegner. Sämtliche Teilnehmer freuten sich, dass eine Abordnung der Wilscher Feuerwehr den Service übernommen hatte – so, wie eine Abordnung des VfR auf der Versammlung der Feuerwehr aushalf.
    Nach 2,5 Std. endete eine harmonische Versammlung, in die der Vorstand wegen der vakanten Position des 1. Vorsitzenden mit gemischten Gefühlen gegangen war.